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Leuchtfeldblende: Das Licht aufs Sehfeld begrenzen

Weniger Streulicht, mehr Kontrast: Die Feldblende am Lampenausgang ist der erste Schritt zu sauberem Licht.

Mikroskop-Beleuchtung im Überblick

Redaktion Mikroskop-RatgeberAktualisiert am

Kurz & knapp

Die Leuchtfeldblende (Feldblende) ist eine verstellbare Blende am Lichtaustritt im Mikroskopfuß. Sie begrenzt das ausgeleuchtete Feld auf den Bildausschnitt und hält so Streulicht fern.

Inhalt
  1. Was sie im Bild bewirkt
  2. Einstellen in drei Zügen
  3. Welche Mikroskope sie haben
  4. Fehlerbilder erkennen
  5. Verwandte Begriffe

Die Leuchtfeldblende, auch Feldblende genannt, ist eine Irisblende unmittelbar vor der Lichtquelle im Fuß des Mikroskops. Sie legt fest, wie groß der Bereich im Präparat ist, der überhaupt Licht erhält.

Was sie im Bild bewirkt

Licht, das außerhalb des Sehfelds das Präparat und die Fassung trifft, wird gestreut und gelangt als Schleier zurück ins Bild. Die Feldblende schneidet diesen Anteil ab. Das Ergebnis ist ein kontrastreicheres, saubereres Bild, besonders bei Präparaten mit wenig Eigenkontrast wie ungefärbten Zellen.

Einstellen in drei Zügen

  1. Schließe die Blende, bis im Sehfeld nur ein kleiner heller Bereich bleibt.
  2. Fokussiere den Rand mit dem Höhentrieb des Kondensors scharf und zentriere ihn.
  3. Öffne die Blende, bis ihr Rand gerade eben aus dem Sehfeld verschwindet.

Beim Wechsel zu einem stärker vergrößernden Objektiv schließt Du die Blende wieder ein Stück, weil das Sehfeld kleiner wird. Das Sehfeld entspricht der Sehfeldzahl des Okulars geteilt durch die Objektivvergrößerung.

Zahlenbeispiel

Mit einem Okular der Sehfeldzahl 20 beträgt das Sehfeld bei 10x etwa 2 Millimeter, bei 40x nur noch 0,5 Millimeter. Die Feldblende muss entsprechend auf ein Viertel des Durchmessers zugezogen werden, sonst wird die sechzehnfache Fläche unnötig beleuchtet.

Gut zu wissen: Die Feldblende verändert weder Auflösung noch Kontrast der Struktur selbst. Sie entfernt nur Störlicht. Die Aperturblende dagegen formt den Beleuchtungskegel.

Welche Mikroskope sie haben

Mittelklasse- und Laborgeräte haben eine einstellbare Feldblende, oft als Rädchen am Fuß. Kinder- und einfache Schülermikroskope verzichten meist darauf; dort fällt das Licht ungeblendet durch die Öffnung im Objekttisch. Wer ein Gerät mit Feldblende sucht, sollte darauf in der Ausstattung achten, denn sie ist die Voraussetzung für echte Köhlersche Beleuchtung.

Fehlerbilder erkennen

  • Dunkle Ecken im Sehfeld: Die Blende ist zu eng gestellt.
  • Heller Schleier: Sie ist zu weit offen und lässt Streulicht durch.
  • Unscharfer oder farbiger Blendenrand: Der Kondensor steht in der falschen Höhe.
  • Einseitig beleuchtetes Feld: Die Blende ist nicht zentriert.

Ohne Feldblende arbeiten

Fehlt sie, mindert vor allem weniger Licht das Streulicht: Stelle die Lampe nur so hell wie nötig und halte Präparat, Objekttisch und Lichtöffnung sauber. Die Wirkung einer echten Feldblende erreichst Du so nicht, aber bei Schul- und Hobbyvergrößerungen bis 400x reicht das für gute Bilder meist aus.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Wozu dient die Leuchtfeldblende?

Sie begrenzt das beleuchtete Feld auf das sichtbare Sehfeld. Dadurch verschwindet Streulicht und der Kontrast steigt.

Hat jedes Mikroskop eine Feldblende?

Nein. Einfache Schul- und Kindermikroskope haben sie meist nicht. Für Köhlersche Beleuchtung ist sie aber nötig.

Quellen

  1. Leuchtfeldblende – Wikipedia
  2. Köhlersche Beleuchtung – Wikipedia

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